Der Erlanger Stadtrat hat grünes Licht für die Lange Einkaufsnacht gegeben: Am Freitag, 28. November, bleiben viele Geschäfte in der Innenstadt bis 23 Uhr geöffnet.
Im Rahmen einer Pilotphase kann man 2026 an drei weiteren Tagen bis spät abends shoppen. Danach wird entschieden, ob und wie es weitergeht. Das Thema ist umstritten: Gewerkschaften warnen davor, dass die Mitarbeitenden der Geschäfte zu sehr belastet werden könnten.
Mein Statement:
- Die Innenstadt braucht neue Impulse. Nur mit einem lebendigen Zentrum bleibt der Standort Erlangen attraktiv. Damit die Innenstadt nicht verödet, müssen wir kreative Modelle mit Event-Charakter entwickeln. Lange Einkaufsnächte können ein Teil davon sein.
- Wir brauchen eine gründliche Evaluation. Nach Ablauf des Pilotversuchs muss genau analysiert werden, inwieweit der lokale Handel von den Langen Einkaufsnächten profitiert.
- Die Betriebsräte müssen eingebunden werden. In die Auswertung des Pilotversuchs muss auch das Thema Arbeitsbelastung einfließen: Wie hoch ist der Stress für die Mitarbeitenden? Rechtfertigt der Umsatz die Mehrbelastung?
- Vorerst sind drei Lange Einkaufsnächte als Pilotversuch ein guter Kompromiss. In Bayern sind bis zu sechs Tage im Jahr möglich, an denen Geschäfte bis maximal 24 Uhr geöffnet bleiben dürfen. In den Nachbarstädten Fürth und Nürnberg gibt es außerdem einzelne verkaufsoffene Sonntage – in Erlangen bisher nicht.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
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