Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Deshalb hat das Thema Wohnen beim Landesparteitag der Grünen Bayern in der Heinrich Laes Halle in Erlangen zu den Schwerpunkten gehört.
Um Wohnraummangel ging es auch in den Reden der drei prominenten Parteivertreterinnen: Unserer Bundesvorsitzenden Franziska Brantner, Landtagsfraktionsvorsitzenden Katha Schulze und Landesvorsitzenden Eva Lettenbauer.
Auch in Erlangen ist die Not groß: In unserer Stadt fehlen rund 7.000 Wohnungen. Dem Erlanger Mietspiegel zufolge sind die Mietpreise zwischen 2023 und 2025 um 10% gestiegen.
Wie bekommen wir das in den Griff?
Mein Statement:
- Wien als Vorbild: Österreichs Hauptstadt hat durch sozialen Wohnungsbau (sogenannte “Gemeindebauten”) viel kommunalen Wohnraum geschaffen und hält so das Niveau der Mietpreise in einem bezahlbaren Rahmen.
- Stadt und Studierendenwerk in der Pflicht: Nicht zuletzt Studierende tun sich schwer, eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zu finden. Es ist erfreulich, dass beim Siemens-Campus und in der Regnitzstadt neue Wohnungen entstehen. Aber angesichts von rund 40.000 Studierenden an der FAU reicht das nicht.
- Kreative Lösungen sind gefragt: In Erlangen und dem Umland gibt es viele Ein- und Zweipersonen-Haushalte mit viel Platz – z. B. Eltern, deren Kinder bereits aus dem Haus sind. Zugleich finden Studierende, Azubis und junge Berufstätige kein Dach über dem Kopf. Die GEWOBAU und andere Wohnungsbaugesellschaften sollten Wohnungstauschmodelle initiieren, um dieses Missverhältnis auszugleichen.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
Unser Erlangen kann mehr.

