Erlangens Finanzlage ist dramatisch. Mit der Einbringung des Haushalts 2026 wurde dies deutlich: Der Schuldenstand ist im letzten Jahr massiv gestiegen und wir leben deutlich über unsere Verhältnissen.
Besonders alarmierend: Mittlerweise finanzieren wir nicht nur Investitionen, sondern auch Teile der normalen Verwaltungstätigkeit über Kredite. Die sogenannten Kassenkredite, sozusagen der Dispokredit der Stadt , betragen heute schon über 100 Millionen Euro. Genau wie die #Investitionskredite sollen sie laut Planung in den nächsten Jahre weiter steigen. Licht am Ende des Tunnels ist nicht im Sicht.
Der Haushalt der Stadt Erlangen bleibt weiter nicht genehmigungsfähig – wir sind nicht eigenständig handlungsfähig und Zukunftsinvestitionen müssen auf Eis gelegt werden.
Mein Statement:
- Gemeinsam müssen wir Wege aus dieser Finanzkrise finden. Dafür brauchen wir Unterstützung von Bund und Land. Aber auch die Verwaltung muss ihre Hausaufgaben machen.
- Wir müssen effizienter, digitaler und konsequenter in der Steuerung von Großprojekten werden. Die massiven Kostensteigerungen bei KUBIC und der Berufsschule zeigen, dass ein Umsteuern nötig ist.
- Optimierte Verwaltungsstrukturen, digitale Lösungen und KI beschleunigen Prozesse und steigern die Effizienz. So werden die hervorragenden Mitarbeitenden in der Verwaltung unterstützt, dem Fachkräftemangel begegnet und Kosten gespart.
- Engere Kooperation mit lokalen Unternehmen, schnellere Genehmigungsverfahren und flexiblere Regelungen stärken die Wirtschaftskraft und sichern unsere finanzielle Basis.
- Unsere Innenstadt braucht neue Impulse. Mit innovativen Konzepten wollen wir einen attraktiven Stadtkern schaffen, der Menschen aus der gesamten Region anzieht und zum Verweilen einlädt.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
Unser Erlangen kann mehr.

