Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will beim Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen und bestimmte Subventionen reduzieren. Unter anderem soll die Förderung für die Installation von Photovoltaik-Anlagen, z. B. auf Hausdächern, gestrichen werden.
Dies begründet die Ministerin mit dem Strombedarf, der angeblich geringer sei als erwartet: Konkret gehe man von 600 bis 700 Terawattstunden Stromverbrauch im Jahr 2030 aus. Die Ausbauziele seien auf 750 Terawattstunden ausgelegt.
Mein Statement:
- Die Prognose ist zu niedrig, wenn Klimaschutz ernst genommen wird. Richtig wäre eine deutlich zügigere Umstellung auf ‚All-Electric‘-Lösungen nach skandinavischem Vorbild, von Elektoautos bis zu Wärmepumpen – was unweigerlich zu einem erheblich höherem Strombedarf führt.
- Wir müssen den Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen weiter konsequent vorantreiben. So sichern wir langfristig niedrige Energiekosten und werden unabhängiger von Brennstoffimporten.
- Die Förderung erneuerbarer Energien zu kürzen, gefährdet die deutschen Klimaziele: Bis 2030 sollen 80% unseres Stroms aus regenerativen Quellen gewonnen werden.
- Zugleich müssen wir massiv in den Netzausbau und in Stromspeicher investieren. Nur so können wir Spitzen abfedern und Schwankungen bei der erneuerbaren Stromerzeugung ausgleichen.
- Zudem benötigen moderne KI-Datencenter enorme Energiemengen, deren Bedarf in den nächsten Jahren exponentiell steigen wird. Diese digitale Infrastruktur ist für unsere wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unverzichtbar und muss nachhaltig versorgt werden.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
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