Eva Linhart

Gedenken bewahren – Zukunft schützen: Ausstellung und Gedächtnispreis für Shlomo Lewin und Frida Poeschke

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Am 19. Dezember 1980 erschoss ein Mitglied der rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann den Rabbiner Shlomo Lewin und dessen Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrer Erlanger Wohnung. Diesem antisemitisch motivierten Doppelmord ist die kürzlich eröffnete Ausstellung „Was bleibt, wenn es gewesen ist?“ der Initiative Kritisches Gedenken gewidmet.

Künftig werden die Stadt Erlangen und das Bayerische Innenministerium einen Shlomo Lewin & Frida Poeschke Gedächtnispreis für zivilgesellschaftlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vergeben.

Mein Statement:

  • Ich begrüße die Auslobung des Preises ausdrücklich. Er ist ein unverzichtbares Signal gegen Antisemitismus und Rassismus. Der Preis hält das Vermächtnis von Frida Poeschke und Shlomo Lewin lebendig und würdigt ihr Engagement für Menschlichkeit.
  • Aktive Erinnerungskultur etablieren. Es ist wichtig, eine kontinuierliche und kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte rechter Gewalt zu fördern. Ereignisse wie die Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poeschke dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
  • Gedenken sensibilisiert für die Gegenwart: Nur durch die Erinnerung können wir rechtsextreme Muster erkennen und durchbrechen. Indem wir uns aktiv mit unserer Geschichte beschäftigen, schaffen wir nicht nur Raum für Gedenken. Zugleich schärfen wir unsere Sinne, um derartige Entwicklungen in der Gegenwart zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten.

Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen

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