35,2 Millionen Euro erhält Erlangen vom Freistaat Bayern. Diese Unterstützung ist angesichts der katastrophalen Finanzlage unserer Stadt bitter nötig. Neue Investitionen wird es vorerst nicht geben – die Zuwendung sorgt lediglich für eine etwas geringere Neuverschuldung im Jahr 2026.
Die sogenannten Kassenkredite – eine Art “Dispokredit” der Stadt – betragen heute schon über 100 Millionen Euro. Inzwischen muss Erlangen sogar Teile der normalen Verwaltungstätigkeit über Kredite.
Mein Statement:
- Die 35,2 Millionen Euro von der Bayerischen Staatsregierung sind ein erster kleiner Schritt zu Erlangens finanzieller Konsolidierung – mehr nicht. Noch auf Jahre hinaus wird eine sparsame, vorausschauende Finanzpolitik nötig sein.
- Beim Sparen ist Kreativität gefragt. Ein hohes Einsparpotenzial bieten optimierte Strukturen, digitale Lösungen und KI in der Stadtverwaltung. Diese beschleunigen Prozesse, steigern die Effizienz und senken Kosten.
- Erlangen braucht höhere Gewerbsteuereinnahmen. Das bedeutet: Wir müssen lokale Standortfaktoren stärken. Unsere Stadt muss wieder attraktiv für Unternehmen werden – z. B. durch weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsprozesse und eine attraktive Innenstadt, die Menschen aus dem Umland anzieht und zum Verweilen einlädt.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
Unser Erlangen kann mehr.

