Wer die Erlanger Haushaltskrise zum Anlass nimmt, die Diskussion über die Stadt-Umland-Bahn (StUB) wieder aufzuwärmen, wer behauptet, die Wähler:innen hätten bei der Kommunalwahl erneut die Möglichkeit, über den bereits beschlossenen Straßenbahnbau zwischen der Stadt Nürnberg, der Stadt Erlangen und Herzogenaurach abzustimmen, verkennt die bereits getroffenen Entscheidungen.
Solche Darstellungen führen in die Irre. Um es noch einmal zu betonen: Bei der Kommunalwahl 2026 wird NICHT über das Ja oder Nein zur StUB entschieden.
Mein Statement
- Erlangen kann aus dem Projekt StUB nicht einseitig aussteigen. Durch den Bürgerentscheid im Jahr 2024 ist der rechtliche Rahmen festgelegt worden. Damals hatte sich eine klare Mehrheit der Erlanger:innen FÜR die StUB entschieden. Ein Haushaltsengpass reicht rechtlich nicht aus, um einen Rückzieher zu machen. Dies wäre allenfalls möglich, wenn die Stadt durch die Kosten existenziell gefährdet wäre.
- Erlangen wird von der StUB jahrzehntelang profitieren. Gemeinsam mit der S-Bahn wird die StUB das Rückgrat einer klimafreundlichen Mobilität in Erlangen und Umgebung bilden. Zu 90% wird der Bau vom Bund gefördert. Es wäre kurzsichtig, wenn wir uns diese Chance wegen der aktuellen Haushaltssituation entgehen ließen.
- Bei Bauprojekten muss auch die Auswirkung auf Umwelt und Klima berücksichtigt werden. Bisher spielt der Faktor CO2-Einsparung eine zu geringe Rolle bei Kostenkalkulationen – man denke an den “Klimahaushalt”, der Wirtschaftlichkeit mit Klimaschutz verbindet. Die StUB als klimafreundliches Verkehrsmittel wird so viele Tonnen CO2 einsparen, dass sich der Bau gesamtwirtschaftlich lohnt.
Eva Linhart | Oberbürgermeisterin für Erlangen
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